Funktionsumfang
Bedienoberfläche XPanel
Die ansprechend gestaltete und klar strukturierte Oberfläche ist intuitiv zu bedienen. Das auf der Basis von .NET der Firma Microsoft programmierte Human Machine Interface (HMI) verfügt über zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten und ist problemlos an die Bedürfnisse des Endanwenders anzupassen. Der Einsatz zukunftsweisender Technologien bei der Entwicklung erlaubt eine einfache Portierung auf das neue Betriebssystem Windows Vista.
NC-Satz Programmierung
Die andronic unterstützt die Standard NC-Satz Programmierung, angelehnt an die DIN 66025 / ISO 6983.
Eine wesentliche Erweiterung der Funktionalität der NC-Sprache und der Parameterprogrammierung stellt die flexible Programmierung "FlexProg" dar, eine Programmierung wie sie von Hochsprachen bekannt ist. Die Nutzung von globalen und lokalen Variablen, die freie Definition von Funktionen mit Aufrufparametern und Rückgabewert, sowie die Nutzung von Kontrollstrukturen zur bedingten oder wiederholten Ausführung erleichtern die Programmierung komplizierter Abläufe und Berechnungen wesentlich.
anlog-C Programmierung
CNC-Programmierung in anlog-C, Hochsprachenprogrammierung angelehnt an ANSI C mit mehr als 250 NC-spezifischen Kommandos zur einfachen Ansteuerung/Programmierung von Werkzeugmaschinen.
Entwickelt wurde anlog-C von andron zur Erstellung von NC-Programmen, welche hinsichtlich Flexibilität und Ausführungsgeschwindigkeit herkömmlichen NC-Programmen nach DIN 66025 weit überlegen sind.
andron Funktionsschnittstelle
Mit dem Softwaretool AFL (andron Function Library) können Sie eigene Programme und Applikationen von der Messdatenauswertung bis hin zur kompletten Bedienoberfläche (HMI) bequem und schnell in die andronic CNC-Steuerung integrieren. Über definierte Kommandos kann auf alle Datenbankinhalte und Schnittstellensignale zugegriffen werden.
Digitale Antriebsschnittstelle SERCOS-Interface
In der andronic sind bis zu 16 gleichzeitig interpolierende Achsen über die international genormte digitale Antriebsschnittstelle SERCOS II nach IEC 61492 / EN 61492 programmierbar. Als Übertragungsmedium wird bei SERCOS II ein Lichtwellenleiter-Ring eingesetzt. Der Anschluß von beliebigen SERCOS-konformen Antriebsreglern ist möglich. (SERCOS III in Vorbereitung)
Weitere Informationen unter >> http://www.sercos.de
Lagesollwertvorgabe mit 125µs / Satzwechselzeit < 100µs
Unsere CNC-Antriebslösung, bestehend aus der offenen CNC-Steuerung andronic 2060 und den digitalen Antriebsreglern andronid 1000, ist die schnellste weltweit. Höchste Rechenperformance in der Steuerung und im Antriebsregler ermöglichen eine Lagesollwertvorgabe (SERCOS Zykluszeit) von 125µs. SERCOS Interface als Schnittstelle zwischen Antrieb und Steuerung sorgt dabei für eine Echtzeitsynchronisation auf die Mikrosekunde genau.
Transformationen
Die andronic unterstützt komplexe Koordinatentransformationen wie z.B. Verschiebungen, Verdrehungen, 5-Achs RTCP, aber auch die kartesische Berechnung von Parallelkinematiken (Tripod, Pentapod, Hexapod)
Kompensationen
Vielfältige Achs- und Geometriefehler können von der andronic kompensiert werden, wie z.B Gitter-, Kreuz-, Temperatur-, Achsfehler- und Spindelsteigungsfehler-Kompensation.
Interpolatiosarten
Die andronic unterstützt zahlreiche Interpolationsarten wobei maximal 16 Achsen gleichzeitig interpolieren können.
Interpolationsarten: Linear (G00, G01), Kreis in den Hauptebenen (G02, G03) und Kreis im Raum (G05), Splinekonturen (kubische B-Splines G31 - G35), Polynome 3. Grades (G30), Polynome 5.Grades (G305) und Konturen aus einer Folge von Linearelementen, Kreisen, Raumkreisen, Polynomen 3. und 5. Grades
PICO Interpolation
Die Ausgabe-Auflösung für die Bahninterpolation bei der andronic wurde von 0.0001mm auf 0.0000000006mm bei gleichbleibendem Interpolationstakt von 250µs in bis zu 16 CNC-Achsen gesteigert. Die größere Rechenauflösung führt zu genauerer Geschwindigkeits- und Beschleunigungsinterpolation in den Antrieben und damit zu einer besseren Laufruhe der Werkzeugmaschine. Auswirkung hat diese dann auf eine höhere Oberflächengüte des erzeugten Werkstücks und längere Werkzeugstandzeiten.
Werkzeugverwaltung
Verwaltung von vielen Werkzeugtypen (Fräser, Bohrer, Gewindeschneider, Meßtaster,...) mit Verschleißüberwachung (Standzeit), 3D-Kompensation der Fräsergeometrie, Verwaltung und Steuerung von beliebigen Wechslersystemen (Paletten-, Teller-, Kettenmagazin,...)
Integrierte Soft-SPS (CoDeSys)
Integrierte Soft SPS zur Programmierung von Steuerungs- und Maschinenfunktionen, erweiterbar mit ProfiBus-DP oder Interbus-S Komponenten. Das IEC 61131-3 Programmiersystem CoDeSys ist eines der führenden Entwicklungstools für speicherprogrammierbare Steuerungen und programmierbare Automatisierungskomponenten.
Weitere Informationen unter >> http://www.3s-software.com
Look Ahead (vorausschauende CNC)
Dynamischer Look Ahead Buffer mit einer Vorausschau von bis zu 25000 Sätze. Symmetrischer Lagesollwertfilter für sanfte Konturübergänge.
Überwachung der Maschinengrenzwerte (max. Geschwindigkeit der Achsen, Beschleunigung, Ruck aufgrund des aktiven Lagesollwertfilters).
Überwachung der programmierten Geometrie (Geschwindigkeitsführung anhand der max. Konturabweichung im Zusammenspiel mit dem aktiven Lagesollwertfilter).
Überwachung der Maschinengrenzwerte (max. Geschwindigkeit der Achsen, Beschleunigung, Ruck aufgrund des aktiven Lagesollwertfilters).
Überwachung der programmierten Geometrie (Geschwindigkeitsführung anhand der max. Konturabweichung im Zusammenspiel mit dem aktiven Lagesollwertfilter).
Unabhängige überlagerte Koordinatensysteme
Jeder CNC-Prozess kann alle 16 Achsen unabhängig von allen anderen gleichzeitig in einem eigenen Koordinatensystem bewegen. Darüber hinaus besitzt jeder Prozess unabhängige Jobs, die im Hintergrund Achsen rotieren, oszillieren oder sich wiederholende Konturen ausführen lassen. Hintergrund-Jobs können auch in Halbautomatik weiterlaufen (Hand in Automatik). Die Achsbewegung ist eine Summe aus den Bewegungen aller Prozesse und Jobs.
Positionssynchrone Schaltsignale über Zusatzhardware
Innerhalb einer Kontur aus einer Folge von G01, G02, usw. kann ein Puls- oder ein Dauersignal ohne Genauhalt an exakt definierten Positionen (Zeitauflösung: 10ns) ein- bzw. ausgeschaltet werden (bei 2m/s ergibt sich damit eine Schaltpositionsauflösung von 0.04µm). Das Pulssignal wird definiert mit Pulslänge (typ. 500 ns) und dem Pulsabstand in mm.
Diagnose-Tools
Eine Reihe von Diagnose-Tools erlauben die direkte Auswertung von Steuerungs- und Antriebsdaten vor bzw. während der Bearbeitung um mögliche Probleme/Ursachen zu lokalisieren.
Achsverfahrweg-Analyse, I/O-Signalmonitor, Meßprotokoll, Protokollierung der Echtzeitdaten für dynamische Analyse, usw.
Weiterer Funktionsumfang der andronic CNC-Steuerung:
- Palettenmanagement mit Palettenwechsler-Ansteuerung
- Umfangreiche Bearbeitungs-, Mess- und Einrichtzyklen (siehe Beispielvideo)
